Mount Kenya, Kilimanjaro & Safari
  August 2009 Impressum       Peter Danninger   
 
  Hinweis
  Vorwort
  Vorbereitungen
  Reisegruppe
  Reiseplanung
  Fotografieren
  Der Sauerstoff im Blut
  Flug mit Emirates
  Verkehr
  Suaheli
  Kilimanjaro Trägerlied
  Zusammenfassung

Transfers:
  Naro Moru River Lodge
  Hotel Briston Arusha

Tips:
  Fotos katalogisieren
  Dropbox

Mount Kenya:       Track & Map
  Meteorologische Station
  Mac Kinders Camp
  Austria Hut
  Point Lenana
  Abstieg

Kilimanjaro: Track & Map
  Machame Camp
  Shira Camp
  Lava Tower, Barranco Camp
  Barafu Camp
  Uhuru Peak, Millenium Camp
  Mweka Gate

Safari:
  Lake Manyara
  Serengeti
  Ngorongoro Crater
  ⇒ ⇒ ⇒ ⇒ ⇒ ⇒ ⇒ ⇒
Slideshow
  Slideshow

Hinweis:

Dieser Reisebericht wurde mit großer Sorgfalt und viel Arbeit erstellt. Trotzdem können sich Fehler einschleichen.
Wenn sie Informationen dazu geben können - bitte tun sie es !
Besonders die Identifikation der Tiere und Pflanzen in den Slide-Shows ist nicht ganz einfach, wenn da ein Spezialist helfen kann, herzlich willkommen !
Die Slideshows enthalten weitgehend Bilder vom Autor dieses Reiseberichtes, teilweise aber auch von anderen Teilnehmern unserer Gruppe.
Ein Hinweis wird in der Slideshow über jedem Bild angezeigt.

Vorwort:

Die Idee und die Einladung mit Ihm den Kilimajaro zu besteigen kam von Lothar.
Lothar ist Übungsleiter beim Deutschen Alpenverein und kennt daher viele Leute, die er geeignet für solche Unternehmungen hält, diese Vorauswahl sollte sich als sehr wichtig für den Erfolg der Gruppe erweisen.
Ich bin Lothar im Berufsleben begegnet und wir haben im Ruhestand schon etliche gemeinsame Touren unternommen. Unter anderem war Lothar auch bei der Radtour München-Donaudelta letztes Jahr dabei.

Der Kilimanjaro liegt in Tanzania und ist mit 5895m der höchste Berg Afrikas. Die Erstbesteigung erfolgte am 6.10.1889 durch Hans Meyer (dt. Geograph) und Ludwig Purtscheller (österr. Bergführer).
Besonders reizvoll an der Besteigung ist die Durchwanderung vieler Klimazonen:

Die Besteigung ist technisch recht einfach, hat den Charakter einer Wanderung. Wegen der langen Tagesetappen und der großen Höhe und der damit verbundenen Akklimatisationsprobleme erreichen jedoch bei weitem nicht alle Anwärter den Gipfel. Wir haben auch Notfälle gesehen, die den Abstieg nicht mehr geschafft haben, und für die spezielle Bergungsgeräte mit einem Rad in der Mitte hochgebracht wurden.

Am anspruchsvollsten ist wohl der Gipfeltag:

Der Mount Kenya, unsere Trainingstour in der ersten Woche, liegt (wenig überraschend) in Kenya und ist der zweithöchste Berg Afrikas.
Die beiden Hauptgipfel Batian und Nelion sind knapp 5200 m hoch und nur über Kletterrouten ab dem IV Grad erreichbar, wobei Granit-Felswände bis zu 700 hm geboten werden: http://www.ewpnet.com/eaimg/Mount_Kenya_climbs.htm
Wir begnügten uns mit dem Point Lenana, knapp 5000 m hoch, und relativ einfach im Rahmen der Mount Kenya Umrundung erklimmbar.

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Vorbereitungen:

Es lohnt sich eine intensive Vorbereitung auf diese Tour ......
Einige Teilnehmer haben im letzten Sommer eine mehrtägige Höhenverträglichkeits-Testtour in die Westalpen unternommen, und zwar ins Wallis, mit 3 Ü&bernachtungen auf der Gnifetti-Hütte (3647 m) und 2 Ü&bernachtungen auf der höchsten europäischen Hütte (Rifugio Margherita, 4554 m). Andere haben einen Test in der Niederdruckkammer in Bad Aibling gemacht. Der Rest hat auf solche Tests verzichtet und auf die gute Konstitution vertraut.
Außerdem haben wir vor der Reise viele lange und anspruchsvolle Touren in den Bayerischen Voralpen unternommen.
Die Planung von Lothar sieht vor der Besteigung des Kilimanjaro eine 5 tägige Akklimatisationstour in Kenya vor, die Besteigung des Point Lenana im Mount Kenya Massiv, immerhin auch knapp 5000 m hoch.
Neben der körperlichen Fitness sind auch noch medizinische Vorkehrungen zu treffen, diverse obligatorische bzw. empfohlenen Impfungen, wobei von den Impfkosten unsere Krankenkasse 70% übernommen hat.
Außerdem muß jeder für sich klären wie er mit der Malaria-Gefahr umgeht. Entweder man entscheidet sich für Prophylaxe mit den bekannten Nebenwirkungen, oder man nimmt ein Notfallmedikament mit. Nach Beratung mit einer Ärztin des tropenmedizinischen Institutes der LMU in München haben Ilse und ich uns für das Notfallmedikament entschieden, und glücklicherweise nicht gebraucht.
Gegen die gefährlichen Plagegeister Anopheles hatten wir auch ein imprägniertes Moskitonetz, eine Lotion zum Einreiben und einen Spray für Kleidung mit.
Bei diesen expeditionsähnlichen Unternehmungen wird in der Regel keine medizinische Versorgung geboten. Man sollte sich also selbst ausreichend darum kümmern. (Medikamente, Erste-Hilfe-Material, Versicherung)

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Reisegruppe:

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Reiseplanung:

Lothar hat die Reise mit Hilfe seines bewährten Partners Verkehrsbüro in Wien arrangiert, dort hat sich speziell Bernhard Letz auf alpine Fernreisen spezialisiert.
Vor Ort wurden wir von Active Tanzania Adventures betreut. Mit Christine Dachs steht eine deutschsprachige Ansprechpartnerin zur Verfügung. Diese Agentur kümmerte sich um Transfers, Permits, Führer, Träger, Köche, ....
Wegen Rücksicht auf die noch berufstätigen Teilnehmer ist folgendes straffe Programm gebildet worden:

Trainingstour zum Mount Kenya, Pt. Lenana 4985 m:

1. 8. 2009Flug mit Emirates München - Dubai - Nairobi (Ankunft 2.8.)
2. 8. 2009Transfer zur Naro Moru River Lodge, Übernachtung
3. 8. 2009Transfer zum Mount Kenya Nationalpark Gate,
  Aufstieg zur Meteorologischen Station, Übernachtung
4. 8. 2009Aufstieg zum Mac Kinders Camp, Übernachtung
5. 8. 2009Aufstieg zur Austria Hut, Übernachtung
6. 8. 2009Aufstieg zum Pt. Lenana 4985 m,
  Umrundung von Batian und Nelion,
  Abstieg zum Mac Kinders Camp, Übernachtung
7. 8. 2009Abstieg zum Mount Kenya Nationalpark Gate,
  Transfer zur Naro Moru River Lodge, Übernachtung

Besteigung Kilimanjaro über Machame Route, Uhuru Peak 5895 m:

8. 8. 2009Transfer nach Arusha (Tanzania), Hotel Briston, Übernachtung
9. 8. 2009Transfer zum Machame Route Nationalpark Gate,
  Aufstieg zum Machame Camp, Übernachtung
10. 8. 2009Aufstieg zum Shira Camp, Übernachtung
11. 8. 2009Aufstieg zum Lava Tower (Besteigung optional)
  Abstieg zum Barranco Camp, Übernachtung
12. 8. 2009Aufstieg zum Barranco Wall, Abstieg zum Karanga Camp
  Aufstieg zum Barafu Camp, Übernachtung
13. 8. 2009Aufstieg zum Hauptgipfel Uhuru Peak 5895 m
  Abstieg Mweka Route zum Millenium Camp, Übernachtung
14. 8. 2009Abstieg zum Mweka Nationalpark Gate,
  Transfer nach Arusha, Hotel Briston, Übernachtung

Besichtigung von 3 Nationalparks, Safari:

15. 8. 2009Transfer zum Lake Manyara Nationalpark, Rundfahrt Lake Manyara,
  Transfer zur Lake Manyara Lodge, Übernachtung
16. 8. 2009Transfer zum Serengeti Nationalpark, Rundfahrt Serengeti,
  Transfer zur Lobo Wildlife Lodge, Übernachtung
17. 8. 2009Rundfahrt Serengeti,
  Transfer zur Ngorongoro Wildlife Lodge, Übernachtung
18. 8. 2009Rundfahrt Ngorongoro Krater,
  Transfer nach Arusha, Hotel Briston, Übernachtung
19. 8. 2009Transfer Nairobi Flughafen
19. 8. 2009Flug mit Emirates Nairobi - Dubai - München (Ankunft 20. 8.)
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Fotografieren:

Fast jeder hatte eine Digiknipse mit, meine Knipse:
Die Kamera trug ich mit einer selbstgefertigten Halterung vorne an den Rucksackträgern, so hatte ich die Kamera immer griffbereit. Bauanleitung
Siehe auch Zusammenfassung unter Digicam
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Der Sauerstoff im Blut:

Der Sauerstoffgehalt des Blutes nimmt in der Höhe ab, daher geht man in großer Höhe entsprechend langsam. Wenn der Wert eine kritische Grenze unterschreitet ist man höhenkrank und man sollte sofort absteigen.
Wir hatten insgesamt 3 Geräte zur Messung des Blutsauerstofgehaltes mit, sogenannte Pulsoxymeter, und Lothar führte eine Liste mit den täglich gemessenen Werten.
Alfred ist Anästhesist und versuchte uns zu erklären wie die Geräte funktionieren, und wie man den Meßwert manipulieren kann. Wir machten entsprechende Versuche in der Austria Hut auf 4800m. Ein "normaler" Wert von 82% konnte durch kräftiges Zwerchfellatmen bis auf 96% gesteigert werden !!!
Daraus kann man auch hilfreiche Schlüsse ziehen: Wenn die Luft beim Aufstieg Mal knapp zu werden droht - einige Male kräftig durchatmen - ganz gezielt mit dem Zwerchfell damit die unteren Lungenteile versorgt werden - und schon gehts wieder viel beser, funktioniert !!!
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Flug mit Emirates:

Flug mit Emirates über Dubai war ok, Direktflug wäre allerdings wesentlich angenehmer gewesen! In Dubai gibts wenigstens ausreichend bequeme Sitze und teilweise sogar Liegen um die Wartezeit zu verbringen.
In Nairobi gibt es kaum Sitzgelegenheiten bevor man eingecheckt hat, wir hatten immerhin das Glück in einer kleinen Kaffeebar Platz zu finden.
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Verkehr:

In Kenya und Tanzania wird links gefahren, und rechts überholt. Allerdings wird das nicht ganz genau genommen, gefahren wird, besonders auf mehrspurigen Straßen, Mal links, Mal rechts.
Überholt wird wo gerade Platz ist, auch auf dem Pannenstreifen, oder dem für Fußgänger, Radfahrer und Handkarren vorgesehenen Streifen.
Auch auf der Gegenfahrbahn wenn das entgegenkommende Fahrzeug vermeintlich noch Platz auf dem Pannenstreifen hat.
Geblinkt wird sehr viel - gehupt eher wenig. Im letzten Moment gibt jeder nach - besonders der Schwächere :-(
Es gibt, besonders in Kenya, sehr viele Polizeikontrollen bzw. Kontrollen durch Militär auf den Straßen, wobei die Fahrbahn durch Reifentöter unpassierbar gemacht wird. Touristenfahrzeuge werden aber stets ohne Kontrolle durchgelassen, ob potentielle Terroristen daraus gelernt haben ???
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Suaheli:

Es gibt in jeder Provinz einen eigenen Dialekt, also in Tanzania über 40, aber es gibt einen gemeinsame Sprache, Suaheli, und die meisten sprechen ganz gut Englisch.
Einige nützliche Vokabeln:

JamboHi, Hallo (Gruß)
Mambo Wie geht es Dir
Nzuri Gut
Sawa sawa OK
Hakuna matataKein Problem, Paßt scho
Pole pole Ganz langsam
Asante Danke
Asante sana Vielen Dank
Afya Prost
Karibu Willkommen
Hatari Gefahr
Kwa heri Auf Wiedersehen
Bwana Herr
Rafiki Freund
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Kilimanjaro Trägerlied:

Das Kilimanjaro Trägerlied wurde von unserer Begleitmannschaft immer bei unserem Empfang im Lager gesungen und dazu getanzt:

Kilimanjaro, Kilimanjaro, Kilimanjaro,
Kilimanjaro, mlima mrefu sana.
Na Mawenzi, na Mawenzi, na Mawenzi,
na Mawenzi, mlima mrefu sana.
Ewe nyoka, ewe nyoka, ewe nyoka,
ewe nyoka, mbona wanizungukaa.
Wanizungukaa, wanizungukaa, wanizungukaa,
wanizungukaa, wataka kunila nyama.
Kunila nyama, kunila nyama, kunila nyama,
kunila nyama, mlima mrefu sana.

Deutsche Übersetzung:

Kilimandscharo, Kilimandscharo, Kilimandscharo,
Kilimandscharo ist ein Berg, der niemals endet.
Und Mawenzi, und Mawenzi, und Mawenzi,
und auch Mawenzi ist ein endloser Berg.
Heda, du Schlange, du Schlange, du Schlange,
heda, du Schlange, warum belauerst du mich?
Umkreist mich, umschleichst mich, umschleichst mich,
umkreist mich, um mich zu verschmausen.
Willst mich verschlingen, verschlingen, verschlingen,
wie Fleisch verschlingen, du endloser Berg!

  Trägerlied starten         Trägerlied beenden  

Wenn das Trägerlied nicht gehört wird hat entweder dein Rechner keine Lautsprecher oder deinem Browser fehlt ein Plugin zum Wiedergeben von .mp3 Dateien (z.B. Quicktime-Plugin).
Download Trägerlied als .mp3 Datei.

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Transfer zur Naro Moru River Lodge

Erste Eindrücke von Afrika bekamen wir während des Transfers zur Naro Moru River Lodge. Obwohl Sonntag war herrschte reges Treiben auf den Märkten bzw. den unzähligen Verkaufsständen entlang der Straßen in den Ortsgebieten.
Auch die vielen Reparaturstellen für Fahrzeuge und vor Allem Fahrräder hatten Hochbetrieb.
Auf den Freiflächen lagen oder saßen überall Leute und verbrachten so den arbeitsfreien Tag.
Fotos der unzähligen lohnenden Motive waren fast unmöglich, da wir leider nirgends anhielten, außer zum Pinkeln bei Souvenirläden auf freier Strecke, ob da Absicht dahintersteckt :-)
Die Lodge erreichten wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen.

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Transfer zum Mount Kenya Naro Moru Nationalpark Gate (ca. 2400 m)
Aufstieg zur Meteorologischen Station (ca. 3000 m)

ca. 600 hm, Profil, Track

Nicht allzu lange Fahrt über holprige und staubige Piste. Am Gate warteten schon die Träger.
Träger müssen heute ausreichend ausgestattet sein, um einen Job zu bekommen, also ordentliche Schuhe, meist feste Turnschuhe, und auch Schlafsack. In unserem Fall wurden 2 Trägeranwärter wegen mangelnder Ausrüstung wieder heimgeschickt. Ältere Reiseberichte berichten von Trägern mit Plastiksandalen, dies trifft heute nicht mehr zu !
Das Gepäck wurde ohne Waage, also nur durch Anheben, gewogen. Je Person hatten wir 2 Träger, also einen für den Seesack und einen für anteiligen Proviant.
Der Chef der Küchenmannschaft hieß Vincent, sollte sich als liebenswertes Original herausstellen und uns auch auf den Kilimanjaro begleiten.
Der Chef-Guide hieß Joseph und wird vorne das Tempo bestimmen (Pole Pole, also ganz langsam ..... )
Er hatte noch Assistenten die sich um evtl. Nachzügler kümmern. Kommuniziert wurde per Funk.
Aufstieg über schlechte Forststraße durch Regenwald, hier gibts Elefanten, Affen, Büffel, usw. Wir bekamen nur Affen zu Gesicht.
Der Name "Regenwald" kommt nicht von ungefähr, bald begann es heftig zu regnen und zu graupeln. Übernachtet haben wir in 2 Hütten mit je 8 Lagern. Alle Hütten waren unwebirtschaftet und hatten weder Wasser noch Strom. Unsere Küchenmannschaft, sie nannten sich "Stomach-Enginiers", hatten eine kleine Hütte als Küche.
Wir wurden regelmäßig mit einem Willkommensdrink (Juice) empfangen und meist tanzten und sangen die Träger und die Küchenmannschaft dazu. Generell war das Verhältnis zu unseren Begleitern sehr freundschaftlich.
Nach dem Umziehen und dem "Washi-washi" mit kleinen Schüsseln und warmem Wasser trafen wir uns im Essens-Zelt bzw. einer Hütte mit Tisch.
Dort gab es zunächst Popkorn, Kekse oder Nüsse mit Tee oder Löskaffee, und um ca. 19h30 ein gutes Abendessen. (Suppe, Hauptgericht mit Gemüse bzw. Salat, Obst)

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Aufstieg zum Mac Kinders Camp (ca. 4200 m)

ca. 1200 hm, Profil, Track

Unser erstes Frühstück, sollte immer ähnlich sein: Zuerst Porridge (Haferbrei ?), dann Eierspeise bzw. Omelettes mit Gemüse, Toast mit Margerine, Marmelade bzw. Honig und frisches Obst, Tee bzw. Löskaffee und Juice.
Der Aufstieg erfolgt anfangs noch durch Regenwald, wir sahen schöne Fackellilien und MacKindersgladiolen. Der Regenwald lichtet sich bald und geht in ein riesiges Hochmoor über. Hier sahen wir erstmals Obelien und Senezien. Nach dem Hochmoor kam Heidelandschaft wo wir viele der riesigen baumartigen Mount Kenya Senecien sahen.

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Aufstieg zur Austria Hut (ca. 4800 m)

ca. 600 hm, Profil, Track

Eigentlich nur mehr Steine, Schutt und wenige gelbe Blüten.
Am Spätnachmittag habe ich dann noch mit Judith, Dirk, und 3 Guides den Point Lenana bestiegen. Führt über Schotter und leichte Kletterstellen zum Gipfel.
Hütte hatte 2 Schlafräume mit je 8 Lagern, sehr eng. Bisher höchste Übernachtung für Ilse und mich, klappte aber ganz gut, ohne Höhenprobleme. Hier hatten einige von uns mehr oder weniger starke Beschwerden, was die Wichtigkeit dieser Vorbereitungstour unterstrich.

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Aufstieg Point Lenana (4985 m)
Umrundung Batian und Nelion
Abstieg zum Mac Kinders Camp (ca. 4200 m)

500 hm rauf, 1300 hm runter, Profil, Track

Der Point Lenana wird über Schotter und einige leichte Kletterstellen erklommen.
Dann folgt der Abstieg auf der anderen Seite und es beginnt die sehr schöne aber lange und wegen der Gegenanstiege anstrengende Umrundung des Mount Kenya Massivs.
Diese war landschaftlich wunderschön, etliche klare Bergseen in grellem grün bzw. blau, oben mitten in der Steinwüste, weiter unten umrundet von Lobelien und Senecien.

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Abstieg zum Mount Kenya Naro Moru Nationalpark Gate (ca. 2400 m)
Transfer zur Naro Moru River Lodge, Übernachtung

1800 hm runter, Profil, Track

Der Abstieg erfolgt am Aufstiegsweg und hat sich zum Ende hin ganz schön gezogen.
Beim Gate wurden Köche und Träger einzeln aufgerufen und das Trinkgeld übergeben.
Wir waren noch zur Abschlußfeier der Träger und Köche eingeladen, aber nur Lothar, Dirk und Alfred hatten Lust und die notwendige Energie dazu. Es wurde gegrillt, getanzt und es gab reichlich Bier.
Dies unterstrich das sehr gute Verhältnis das wir zu unserer Begleitmannschaft hatten.

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Transfer nach Arusha in Tanzania, Übernachtung im Hotel Briston

Die Fahrt über gut 300 km dauert fast 12 Stunden, das sagt eigentlich alles über den Zustand der Schotterpiste, die nur kurzzeitig durch fertiggestellte Asphaltstraßen unterbrochen wurde. Verzögerungen gab es auch durch starkes Verkehrsaufkommen in Nairobi und wegen der Formalitäten an der Grenze.
Unterwegs sahen wir erstmal Zebras, Giraffen und Antilopen, die sich offensichtlich nicht an die Nationalpark Grenzen halten :-)
Es gab wiederum ganz viele lohnende Fotomotive bei der Durchfahrt durch Ortschaften, aber unser Bus hat leider nur bei Souvenirläden zum Pinkeln angehalten :-(
Das Hotel Briston ist zwar für afrikanische Verhältnisse akzeptabel aber eher schlecht, nicht mit den Lodges vergleichbar.
Einer von uns hat sich im Hotel verlaufen und ist zufällig in die Waschküche geraten, da standen 2 Frauen und wuschen die Hotelwäsche per Hand ......

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Transfer zum Machame Gate (ca. 1800 m)
Aufstieg zum Machame Camp (ca. 3000 m

ca. 1200 hm, Profil, Track Karte

Fahrt durch sehr fruchtbares Land, Mais, Bananen, Kaffeeplantagen und vieles mehr.
Beim Gate wurden wieder die Träger rekrutiert, diesmal mit richtiger Waage, wobei jeder Träger soviele Päckchen (Mais ?) zusätzlich bekam, bis offensichtlich das Sollgewicht erreicht war.
Aufstieg meist durch eindrucksvollen Regenwald im Nebel, diesmal ohne Regen. Auch hier soll es viele Tiere geben, die sich aber sicher abseits der vielbegangenen Roten aufhalten.
Unterwegs gibt es immer wieder Toilettenhäuschen, der Weg ist gut angelegt und sauber, und auch dieser und alle anderen Zeltplätze werden sehr sauber gehalten.
Bei der Ankunft auf den Camps wurden wir wie schon beim Mount Kenya mit Willkommensdrink, Tanz und Gesang empfangen, oft zur Verwunderung anderer Touristen, da dies offensichtlich nicht allgemein üblich war.
Die Machame Route kann man nur mit Zelten begehen, als Abstiegsroute ist die Mweka-Route obligatorisch.
Wir hatten auch den Komfort eines eigenen mitgeführten Toilettenzeltes, eines Küchenzeltes und ein großes Zelt wo wir unsere Mahlzeiten einnahmen.
Nach kurzer Eingewöhnung haben wir in den Zelten besser geschlafen als in den Hüttenlagern am Mount Kenya.

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Aufstieg zum Shira Camp (ca. 3800 m)

ca. 800 hm, Profil, Track

Wunderschön angelegter Steig einem Grat entlang. Übergang vom Regenwald in Strauchlandschaft und Heidelandschaft mit identischer Flora wie am Mount Kenya.
Lothar und ich besuchten die Wasserstelle wo unsere Träger geduldig mit Bechern ihre Kanister auffüllten und zum nahen Lager trugen, diese war ein Rinnsal im Hochmoor mit nicht unbedingt kristallklarem Wasser.
Da unser Frühstücks-Tee und Nachmittags-Tee offensichtlich auch nur aus diesen Wasserquellen stammte wie das heiße Wasser unserer Thermoskannen für unterwegs verwendeten wir keine Micropur-Tabletten mehr - trotz der Empfehlung unseres Führers.

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Aufstieg zum Lava Tower Camp (ca. 4600 m)
Besteigung Lava Tower (ca. 4700 m)
Abstieg zum Barranco Camp (ca. 4000 m)

ca. 900 hm rauf, ca. 600 hm runter, Profil, Track

Der Weg ist leicht aber im Vergleich zum Vortag eher langweilig.
Sehr lohnend ist die (optionale) Besteigung des eindrucksvollen Lava Towers, diese erfolgt über leichte Kletterei (1. Grad), nur ca. 100 hm auf 4700 m.

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Aufstieg zum Barranco Wall (ca. 4230 m)
Abstieg zum Karanga Camp (ca. 3950 m)
Aufstieg zum Barafu Camp (ca. 4650 m)

ca. 400 hm runter, ca. 1050 hm rauf, Profil, Track

Beim Aufstieg zum Barranco Wall gabs wegen einiger Engstellen, wo man evtl. die Hände zu Hilfe nehmen mußte, ein kleines Chaos, da man weisungsgemäß die Träger vorlassen sollte - und das waren Hunderte - und die kamen wegen ihrer schweren Last oft auch nicht schneller über die Engstellen hinweg ....
Irgendwann verlor ich die Geduld, suchte mir einen eigenen Weg, überholte so eine mehr oder weniger stehende Kolonne von Trägern, setzte mich oben hin und wartete, und holte mir so eine Verwarnung von Lothar, überholen sollte man ja nicht .....
Nach dem Karanga Camp gabs die letze Wasserstelle, wo unsere Träger Kanister mit ca. 250 Litern auffüllten und bis zum Barafu Camp mitnahmen.
Das Barafu Camp ist das letzte Camp, hier wird noch heute vor Mitternacht unser Gipfelanstieg starten. Entspechend angespannt waren wir wohl alle und verkrochen uns relativ früh in unsere Zelte.

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Aufstieg Uhuru Peak (5895 m)
Abstieg Millenium Camp (ca. 3800 m)

ca. 1250 hm rauf, ca. 2100 hm runter, Profil1, Track1 Profil2, Track2

Die letzten Stunden hat wohl niemand geschlafen, Ilse und ich sind nur im Zelt gelegen und haben auf den Aufbruch gewartet.
Um 23h war es dann soweit, wir bekamen noch Tee mit Keksen, unsere Thermosflaschen wurden wie immer mit heißem Wasser gefüllt, und um 23:40 machten wir uns mit Stirnlampen auf den Weg.
Pole pole, wie immer, vorne bestimmte Julius das Tempo, dann wie meistens Lothar, dann der Rest, und hinten 2 weitere Guides.
Es war strernenklar, aber bitter kalt, und sollte im Morgengrauen noch kälter werden, laut Julius etwa -20°, außerdem war es sehr windig.
Jede Stunde machten wir eine kurze Trinkpause. Wenn man zurückblickte sah man eine endlose Reihe von Stirnlampen und auch vor uns waren schon einige unterwegs.
Der Weg wurde schlechter und steiler, praktisch nur noch über Geröllfelder stiegen wir fast schon apatisch den endlos scheinenden Weg zum Kraterrand hinauf.
Mittlerweile ist die Sonne aufgegangen und wir hatten wegen des schönen Wetters herrliche Ausblicke in den Krater, die umliegenden Berge und die kleinen aber immer noch eindrucksvollen Gletscherreste.
Nun machten wir uns auf den Weg zum Hauptgipfel, den Uhuru Peak, mit 5895 m. Der Weg ist nun gut und nicht mehr steil, immer am Kraterrand entlang.
Die Leute sind viel weniger geworden, trotzdem waren es zuviele um am Gipfel ein Foto nur mit unserer Gruppe hinzukriegen.
Nach ca. 30 Minuten Pause machten wir uns an den Abstieg, es war immer noch kalt und windig. Vereinzelt sahen wir noch Leute, die den Gipfel erreichen wollten, es war aber wohl zu spät.
Der Abstieg war teilweise bequem durch Abfahren über die Schutthalden und wir erreichten bald wieder das Barafu Camp, wo wir nach Aufräumen der Zelte ein wohlverdientes Essen bekamen.
Dann gings über die Mweka Route hinab zum Millenium Camp. Die Steinwüste wandelte sich wieder langsam zur Steppe mit einzelnen Sträuchern.

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Abstieg Mweka Gate (ca. 1700 m)
Fahrt nach Arusha, Übernachtung im Hotel Briston

2100 hm runter, Profil, Track

Nach dem Frühstück wurde die Tringeldübergabe zelebriert. Diesmal wurde wegen der vielen Träger, wegen der Zelte brauchten wir mehr als am Mount Kenya, nur der Betrag an die Träger mitgeteilt, das Geld aber zur weiteren Verteilung an Julius übergeben.
Der Abstieg bis zum Mweka Camp (3100 m) führt durch Steppen- und Strauchlandschaft mit vielen wunderschön blühenden Protea Sträuchern.
Nach dem Mweka Camp beginnt dann der Regenwald, der Weg ist steil, aber schön angelegt mit vielen Stufen.
Da der Weg meist aus Lehm besteht kann dieser bei oder nach Regen sehr rutschig sein (andere Reiseberichte), wir hatten allerdings Glück, der Weg war weitgehend tocken.
Diesmal lichtete sich auch öfters der sonst oft vorhandene Nebel.
Bald kamen uns einige Träger entgegen, die mühsam 3 Notfallwägen mit einem Rad in der Mitte nach oben bringen mußten, um Leute zu bergen die den Abstieg nicht mehr mit eigener Kaft schafften.
Beim Gate wurden wir von unzähligen Händlern erwartet,die uns Kilimanjaro Souvenirs verkaufen wollten.
Kurz nach dem Gate blieb unser Bus nochmal bei einer Hütte stehen, wo unsere Küchenmannschaft das Abschiedsessen vorbereitet hatte, diesmal mit Kilimanjaro-Bier anstatt mit Tee .....
Dann gings wieder Mal zum Hotel Briston in Arusha, wo wir uns bemühten den tagelang angesammelten Dreck unter der Dusche zu entfernen. Diese mehrschichtige Kruste aus Sonnencreme, Schweiß und Staub war ganz schön resistent .....
Am Abend hatten wir unsere Führer und Köche zum Essen eingeladen, wir feierten in einem typisch afrikanischen Lokal mit afrikanischer Kost.
Es gab den obligatorischen Maisbrei (Ugali) mit gegrillten Fleischstücken diverser Tiere (Huhn, Rind, Ziege), diese waren so wie man sie rumlaufen sieht, also sehr mager.

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Lake Manyara

Informationen zu den Nationalparks gibs massenweise bei Google, Bilder in meiner Slideshow.
Transfer zum Lake Manyara Nationalpark.
Nachmittag Rundfahrt durch den Lake Manyara Nationalpark.
Transfer zur Lake Manyara Lodge, Übernachtung.

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Serengeti

Informationen zu den Nationalparks gibs massenweise bei Google, Bilder in meiner Slideshow.
Transfer zum Serengeti Nationalpark.
Nachmittag Rundfahrt Serengeti Nationalpark.
Transfer zur Lobo Wildlife Lodge, Übernachtung.
Vormittag Rundfahrt Serengeti.

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Ngorongoro Crater

Informationen zu den Nationalparks gibs massenweise bei Google, Bilder in meiner Slideshow.
Transfer zur Ngorongoro Wildlife Lodge, Übernachtung.
Rundfahrt Ngorongoro Krater.
Transfer nach Arusha, Übernachtung im Hotel Briston.

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Zusammenfassung:

Wasserentkeimung (Micropur):
Unsere Führer empfahlen uns die tägliche Trinkwasserration zu entkeimen, wir hatten vorsorglich Micropur-Tabletten mitgebracht.
Auf Nachfrage erzählten sie uns daß sie selbst das Wasser sogar ungekocht trinken, wir aber das evtl. nicht vertragen würden.
Lothar und ich haben einmal eine Wasserstelle im Hochmoor besichtigt, wo die Träger geduldig mit einem Becher Wasser aus einem Rinnsal schöpften und damit geduldig ihre Kanister füllten, das Wasser war bräunlich .....
Aber - wir bekamen genau dieses Wasser täglich am Morgen und am Abend abgekocht als Teewasser serviert - und auch als Tagesration in unsere Wasserflaschen bzw. Thermoskannen. Nach dieser Erkenntnis nahmen wir keine Micropur-Tabletten mehr.

Wanderstöcke:
Mir ist aufgefallen, daß praktisch alle Touristen mit Stöcken unterwegs sind, und zwar unabhängig vom Alter! Aber keiner der Träger, Köche oder Führer.
Entweder ist dies der Erfolg eines genialen Werbetexters, oder wir zivilisierten Völker sind tatsächlich alle fußkrank.
Vielleicht als Folge der Schulbusse - nur ja nicht zu Fuß gehen oder sogar Radfahren, oder des dilletantischen Schulsportes in den Grundschulen, .... ???
Meine Mutter mußte noch wie die Massai-Kinder täglich über 1 Stunde in die Schule gehen und hatte bis ins hohe Alter keine Knieprobleme - für mich ein Grund zum Nachdenken ...
Wenn ich Knieprobleme hätte würde ich selbstverständlich mit Stöcken unterwegs sein !!!

Zelte:
Wir durften in neuen 2-Mann-Zelten übernachten, die allerdings nicht auf der sonst üblichen Grundplane sondern direkt im Schotter bzw. Sand aufgestellt waren, hier ist Verbesserung möglich.

Digicam:
Ob man bei solchen Touren fotografiert, und welchen Aufwand man betreibt, muß jeder für sich entscheiden.
Den Aufwand sehe ich weniger in der Anschaffung einer brauchbaren Kamera, sondern vielmehr in der Zeit die man braucht um die meist unzähligen Bilder zu sortieren, zu katalogisieren und entsprechend aufzubereiten.
Ich bin bereit diesen Aufwand zu spendieren und habe nun im Ruhestand auch mehr Zeit dafür als früher.
Obwohl ich mehrere Digiknipsen besitze nehme ich auf Touren die ich gerne dokumentieren möchte nur eine relativ hochwertige digitale Spiegelreflexkamera mit, und fotografiere damit prinzipiell nur im RAW-Modus.
Für mich muß die Kamera immer griffbereit sein, das ist sie nicht im Rucksack und auch nicht in einer Fototasche. Daher habe ich eine spezielle Halterung für die Rucksacktrageriemen entworfen und gebaut, womit auch die relativ schwere Kamera halbwegs bequem getragen werden kann (Bauanleitung). Zurück zu Fotografieren

GPS:
Ich zähle mich zu den GPS-Fans - aber bei diesen Touren ist ein GPS-Gerät technisches Spielzeug.
Ich bereue aber nicht mein Garmin 60CSx mitgenommen zu haben, das Ergebnis sind die Tracks und Höhenprofile der Tagesetappen.
Für den Kilimanjaro gibt es auch eine brauchbare Garmin Mapsource Karte zu kaufen:

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Sortieren, Describieren, Katalogisieren und Bearbeiten der Fotos:

Dafür kann man einfache Lösungen wie z.B. Picasa oder aufwändigere aber auch leistungsfähigere wie z.B. Adobe Lightroom.
Ich habe mich für Adobe Lightroom entschieden und recht viel Zeit für die Einarbeitung aufgewendet.
Erleichtert wird die Einarbeitung erheblich durch ein sehr gutes Lernvideo.
Mit Lightroom kann man auch Slideshows und Web-Bildergalerien erzeugen.